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Wirtschaftsplan 2026 der Bochumer Veranstaltungs-GmbH (BoVG)

20261065 · Beschlussvorlage der Verwaltung · 16.07.2026 · Amt für Finanzsteuerung

🟡 In Beratung Nächste Station: 08.07.2026 · Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss (6. Sitzung)
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Beratungsfolge

Datum | Gremium | Ergebnis | 24.06.2026 | Ausschuss für Beteiligungen und Controlling | noch nicht beraten | 08.07.2026 | Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss | noch nicht beraten | 16.07.2026 | Rat | noch nicht beraten |

Die Bochumer Veranstaltungs-GmbH hat ihren Wirtschaftsplan für das Jahr 2026 vorgelegt. Nach der Beratung im Aufsichtsrat soll der Rat der Stadt Bochum dem Planwerk zustimmen. Die Umsatzerlöse sollen im Vergleich zum Vorjahr um rund 371.000 Euro sinken.

Die Bochumer Veranstaltungs-GmbH (BoVG) legt dem Rat ihren Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2026 zur Beschlussfassung vor. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat das Planwerk bereits am 30. Januar 2026 beraten. Gemäß Gesellschaftsvertrag muss die Gesellschafterversammlung über den Wirtschaftsplan beschließen.

Drei Versammlungsstätten im Betrieb

Die BoVG betreibt drei Versammlungsstätten in Bochum:

  • RuhrCongress Bochum
  • Jahrhunderthalle Bochum
  • Freilichtbühne Wattenscheid

Die Gesellschaft ist Eigentümerin der Grundstücke und Gebäude des RuhrCongress sowie der Jahrhunderthalle inklusive der Nebengebäude Dampfgebläsehaus und Pumpenhaus. Die Freilichtbühne Wattenscheid wird auf Basis einer vertraglichen Vereinbarung mit der Stadt betrieben.

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Umsatzerlöse sinken um 5 Prozent

Die geplanten Umsatzerlöse für 2026 liegen um rund 371.000 Euro unter dem Planansatz 2025, was einem Rückgang von etwa 5 Prozent entspricht. Diese Entwicklung führt die Verwaltung auf einen Zweijahresrhythmus von wesentlichen Veranstaltungen zurück. Die Auslastung der Häuser bewege sich in einem branchenüblichen Verhältnis.

Die sonstigen betrieblichen Erträge steigen hingegen um rund 83.000 Euro oder 8 Prozent. Sie enthalten Zuschüsse des Regionalverbands Ruhr für die Grundsicherung und Instandsetzungen der Jahrhunderthalle sowie die bewilligte EFRE-Förderung „Jahrhunderthalle Bochum 4.0“.

Strukturelle Anpassungen beim Personal

Der Materialaufwand soll um etwa 89.000 Euro oder 3 Prozent sinken, was mit den geringeren Umsatzerlösen zusammenhängt. Allerdings könnten gestiegene Preise der Dienstleister nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden, weshalb die Kostensenkung nicht im gleichen Verhältnis stehe.

Der Personalaufwand wird durch strukturelle Anpassungen am Personalstamm um rund 100.000 Euro oder 2 Prozent reduziert. Die Abschreibungen auf Sachanlagen sinken aufgrund abgängiger Anlagengüter um etwa 85.000 Euro oder 9 Prozent.

Besonderheiten der Jahrhunderthalle

Das Industriedenkmal Jahrhunderthalle unterliegt als Hauptspielort der Ruhrtriennale signifikanten Einschränkungen in der Bewirtschaftung. Dazu gehören hohe Grundkosten, fehlende Schallisolierung und unzureichende Beheizbarkeit bei niedrigen Außentemperaturen. Baulich war ursprünglich nur eine temporäre Nutzung von April bis Oktober vorgesehen.

Für umsatzstarke Veranstaltungen wurde der Nutzungszeitraum durch kompensatorische Maßnahmen auf einen Ganzjahresbetrieb ausgeweitet, allerdings bleiben Einschränkungen bestehen. Die Jahrhunderthalle ist auch als touristisches Ziel etabliert und symbolisiert den positiven Strukturwandel der Region.

Vielfältiges Leistungsspektrum

Zum Aufgabenspektrum der BoVG gehören neben dem Gebäudemanagement die Akquisition von Kunden und Veranstaltungen, Veranstaltungskonzeption und -planung, Raumbereitstellungen, Veranstaltungstechnik, Gastronomie, Ordnungsdienste sowie Marketingleistungen. Die Gesellschaft führt sowohl Eigen- als auch Fremdveranstaltungen durch und erbringt im Sinne der kommunalen Daseinsvorsorge auch nicht kostendeckende Leistungen.

Unterlagen

Beratungen

Rat (8. Sitzung)
16.07.2026
anstehend
Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss (6. Sitzung)
08.07.2026
anstehend
Ausschuss für Beteiligungen und Controlling (3. Sitzung)
24.06.2026
kein Ergebnis hinterlegt