Produktionsintegrierte Kompensation (PIK) in Bochum – Sachstand zum Projektfortschritt
20240500 · Mitteilung der Verwaltung · 08.05.2024 · Umwelt- und Grünflächenamt
Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
▶ KI-Zusammenfassung
In Bochum wird das Projekt der produktionsintegrierten Kompensation (PIK) zur ökologischen Aufwertung von Ackerflächen weiter ausgebaut. Durch den Verzicht auf Düngemittel und Pflanzenschutzmittel sowie die Anlage von Strukturen wie Blühstreifen werden landwirtschaftliche Flächen so aufgewertet, dass sie als Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft dienen können. Dies soll den zusätzlichen Flächenverbrauch in der Landwirtschaft reduzieren. Die Umsetzung erfolgt seit 2021 in Zusammenarbeit mit der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft und lokalen Landwirten.
Aktuell umfasst das Projekt 33 Hektar auf insgesamt 20 Flächen im Stadtgebiet, die von elf Landwirten bewirtschaftet werden. Dabei wurden bereits über 1,2 Millionen Ökopunkte generiert. Das Projekt wurde in mehreren Phasen realisiert, wobei nach den ersten beiden Tranchen im Jahr 2023 eine dritte Tranche beauftragt wurde. Zur Sicherung der Kompensationsleistung wurden zudem über 50 Hektar als Referenzflächen auf städtischem Grund festgelegt.
Das Vorhaben wird vom Regionalverband Ruhr als Best-Practice-Beispiel angeführt und dient als Modell für den Naturschutz in der Region. Für Ende Mai oder Anfang Juni 2024 ist eine Feldexkursion geplant, an der Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Landwirtschaft teilnehmen sollen.
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