Zwangsräumungen in Bochum
20240029 · Antwort der Verwaltung · 12.03.2024 · Amt für Soziales
Die Antwort der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
▶ KI-Zusammenfassung
Auf Anfrage von Herrn Hohmeier (DIE LINKE) hat die Verwaltung der Stadt Bochum Daten zu den Zwangsräumungen im Jahr 2023 vorgelegt. Dem Amt für Soziales wurden im vergangenen Jahr 268 angesetzte Zwangsräumungen durch Gerichtsvollzieher gemeldet, von denen 206 tatsächlich durchgeführt wurden. Nach Einschätzung des zuständigen Sachgebiets basierten etwa 90 Prozent dieser Räumungen auf Mietschulden, während die restlichen 10 Prozent auf mietwidriges Verhalten oder Eigenbedarf zurückzuführen waren.
Von den Betroffenen waren 188 Einpersonenhaushalte sowie 80 Mehrpersonenhaushalte betroffen, wovon 58 Haushalte mit Kindern waren. In 50 Fällen betrafen die angesetzten Räumungen Wohnungen der VBW - Bauen und Wohnen GmbH. Die Verwaltung gab an, dass den Betroffenen keine Fälle bekannt sind, die keine Sozialtransferleistungen erhielten. Zudem wurden dem Amt für Soziales keine Verzweiflungstaten im Zusammenhang mit Zwangsräumungen gemeldet; bei begleiteten Terminen traten keine affektiven Handlungen auf.
Zur Vermeidung von Wohnraumverlust gewährte die Stadt 113 Darlehen, die 110 Mal Mietrückstände und dreimal Energiekostenrückstände abdeckten. Eine statistische Erhebung darüber, wie viele Personen nach einer Räumung in städtischen Unterkünften untergebracht wurden, liegt nicht vor.
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