Abwärme des Walzwerkes von ThyssenKrupp für die Wärmewende nutzen
20230236 · Antwort der Verwaltung · 01.03.2023 · Amt für Finanzsteuerung
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Die Fraktion Die PARTEI / DIE STADTGESTALTER hat im Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur angefragt, ob die Abwärme des ThyssenKrupp-Walzwerks zur Nutzung in der Wärmewende beitragen kann. Die Verwaltung teilte dazu mit, dass bereits in den Jahren 2013/2014 Untersuchungen zum Potenzial einer Einspeisung in das Bochumer Fernwärmenetz durchgeführt wurden. Ein entsprechendes Projekt wurde aufgrund fehlender Investitionssicherheit damals auf Eis gelegt. Nach erneuten Gesprächen im Jahr 2021 informierte ThyssenKrupp die Stadtverwaltung darüber, dass durch ein neues Energieversorgungskonzept am Standort Essener Straße künftig voraussichtlich kaum noch Abwärme entstehen wird, wodurch die bisherigen Planungen hinfällig geworden sind. Ein fachlicher Austausch zwischen den Beteiligten findet jedoch weiterhin etwa alle vier Monate statt.
Hinsichtlich möglicher Gespräche über Wärmecontracting mit weiteren energieintensiven Unternehmen gab die Verwaltung an, dass bislang keine derartigen Verhandlungen stattgefunden haben. Zunächst seien Vorbereitungen für die Erstellung eines kommunalen Wärmeplans notwendig. Im Rahmen des Klimaplans Bochum 2035 werden derzeit Aktivitäten zur Erreichung der Klimaneutralität bis zum Jahr 2035 erarbeitet. In diesem Zusammenhang ist der Aufbau von Arbeitsgruppen und Netzwerken geplant, an denen verschiedene Akteure wie Netzbetreiber, Wohnungsunternehmen und die Industrie beteiligt sein sollen, um eine transparente Wärmeplanung zu gewährleisten.
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