Künstliches Heroin für Schwerstabhängige auf Rezept - Mit Diamorphinsubstitution gegen Drogentote, Dealer und Beschaffungskriminalität.
20223190 · Antrag · 21.03.2023
Mehrheitlich gegen Beschlussvorschlag; dafür: 3 (Die Linke, Die Partei&Stadtgestalter, Bündnis Deutschland); dagegen: 12 (SPD, Die Grünen, CDU, UWG: Freie Bürger)
▶ KI-Zusammenfassung
In einem Antrag an den Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziale in Bochum regt Dr. Carsten Bachert die Prüfung eines Modellprojekts zur diamorphingestützten Substitutionsbehandlung für schwerst Opiatabhängige an. Die Stadt Bochum soll hierbei gemeinsam mit der Bochumer Krisenhilfe untersuchen, ob eine solche Behandlung in Kooperation mit Ärztinnen und Ärzten gemäß den gesetzlichen Vorgaben des Bundesbetäubungsmittelgesetzes angeboten werden kann. Im Rahmen dieser Prüfung sollen auch die notwendigen Sachmittel, wie etwa ein Tresor zur sicheren Aufbewahrung des Diamorphins, ermittelt werden.
Der Antrag begründet die Maßnahme mit den gesundheitlichen und gesellschaftlichen Risiken des illegalen Heroinkonsums, wie etwa der Gefahr von Überdosierungen durch unkontrollierte Reinheitsgrade sowie der damit verbundenen Beschaffungskriminalität. Als Grundlage dienen Erfahrungen aus früheren Bundesmodellprojekten in Städten wie Köln oder München, bei denen die Substitution mit Diamorphin im Vergleich zu Methadon Veränderungen des Gesundheitszustands sowie eine Verringerung der Beschaffungskriminalität aufzeigte. Die Kosten für die Behandlung sollen gemäß den Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses von den gesetzlichen Krankenkassen getragen werden. Die Bochumer Krisenhilfe wird als geeigneter Partner für die notwendige psychosoziale Betreuung im Rahmen eines solchen Projekts angeführt.
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