Nachhaltigkeitsstrategie - Aufgaben zu den tatsächlichen Treibhausgaseinsparungen
20261737 · Antwort der Verwaltung · 16.07.2026 · Stabsstelle Klima & Nachhaltigkeit
▶ KI-Zusammenfassung
Die Verwaltung hat auf eine Anfrage der Ratsgruppe „Die Stadtgestalter/Volt“ zur Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Bochum geantwortet. Gegenstand der Anfrage war die Quantifizierbarkeit von Treibhausgaseinsparungen bei den Maßnahmen der vierten Tranche der Strategie sowie die Einhaltung des Klimaplans 2035.
Die Verwaltung teilte mit, dass eine exakte Zuordnung realisierter Einsparungen auf einzelne Maßnahmen derzeit nicht möglich sei, da diese über die gesamtstädtische Treibhausgasbilanz des Regionalverbands Ruhr (RVR) erfasst werden. Bisher quantifizierbare Beiträge aus den ersten vier Tranchen werden auf ein Potenzial von rund 510.000 Tonnen CO2-Äquivalenten bis zum Jahr 2035 geschätzt. Für die vierte Tranche liegen für viele Maßnahmen keine konkreten Einsparwerte vor, da diese oft auf Verhaltensänderungen oder Steuerungsprozessen basieren. Als wesentlicher Effekt wird die Umstellung des kommunalen Fuhrparks genannt.
Hinsichtlich des Reduktionspfades zur Klimaneutralität gab die Verwaltung an, dass das Ziel derzeit nicht eingehalten wird. Im Jahr 2022 lag die Reduktion im Vergleich zum Vorjahr bei etwa 5 Prozent, womit der Korridor um rund 130.000 Tonnen CO2-Äquivalente verfehlt wurde. Als notwendige Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2035 wurden der Ausbau erneuerbarer Energien, die Steigerung der Sanierungsrate im Gebäudebestand sowie die Verkehrswende angeführt. Bei Technologien wie Agri-Photovoltaik oder Floating-PV wird auf ein Potenzial hingewiesen, das jedoch von der Verfügbarkeit geeigneter Flächen und der Nutzungskonkurrenz abhängt.
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