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Nachhaltigkeitsstrategie - Angaben zu den tatsächlichen Treibhausgaseinsparungen

20261250 · Anfrage · 07.05.2026 · Referat für politische Gremien, Bürgerbeteiligung und Kommunikation

🟢 Beschlossen 07.05.2026 · Rat (6. Sitzung)
Die Anfrage wird schriftlich beantwortet.
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Beratungsfolge

Datum | Gremium | Ergebnis | 07.05.2026 | Rat | Die Anfrage wird schriftlich beantwortet. |

Die Ratsgruppe Stadtgestalter/Volt kritisiert, dass zu keiner der 23 Maßnahmen der vierten Tranche der Nachhaltigkeitsstrategie quantifizierte Angaben über Treibhausgaseinsparungen vorliegen. Sie sieht ein großes Missverhältnis zwischen den für Klimaneutralität bis 2035 notwendigen und den bisher quantifizierbaren Einsparungen.

Die Ratsgruppe Stadtgestalter/Volt hat eine Anfrage zur 6. Ratssitzung am 7. Mai 2026 gestellt, in der sie konkrete Angaben zu den Treibhausgaseinsparungen der städtischen Nachhaltigkeitsstrategie fordert. Die Anfrage richtet sich an Oberbürgermeister Jörg Lukat.

Fehlende Quantifizierung bei aktuellen Maßnahmen

Zu keiner der 23 Maßnahmen der vom Rat beschlossenen vierten Tranche kann die Verwaltung nach Angaben der Ratsgruppe eine quantifizierte Angabe machen, wie viele Treibhausgase eingespart werden können. Stattdessen würden Einsparungen als „nicht quantifizierbar“, „schwer quantifizierbar“ oder „erst später quantifizierbar“ bezeichnet. Die Auswirkungen auf die Treibhausgasemissionen seien nur „indirekt“ oder „mittelbar“.

Auch in den drei bereits beschlossenen Tranchen wurden nur im Ausnahmefall konkrete Angaben zu den erwarteten Treibhausgaseinsparungen gemacht. Über alle vier Tranchen hinweg machen quantifizierbare Aktivitäten lediglich 510.000 Tonnen CO2-Äquivalent bis 2035 aus.

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Ziel: 92 Prozent Reduktion bis 2034

Im Klimaplan Bochum 2035, der Teil der Nachhaltigkeitsstrategie ist, wird festgehalten, dass Klimaneutralität erreicht wird, wenn die energiebedingten Treibhausgasemissionen von aktuell etwa 2.170 Kilotonnen CO2 bis 2034 um 92 Prozent auf rund 181 Kilotonnen sinken. Im Jahr 2035 soll dann durch bilanziell einsetzende Kompensation Treibhausgasneutralität erreicht werden.

Das verfügbare jährliche CO2-Budget zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels sinkt dadurch von etwa 17,4 Millionen Tonnen auf rund 3,9 Millionen Tonnen CO2.

Fünf konkrete Fragen an die Verwaltung

Die Ratsgruppe stellt fünf konkrete Fragen:

  • Wie viele Treibhausgasemissionen wurden bislang durch die Aktivitäten aus den vier Tranchen der Nachhaltigkeitsstrategie eingespart?
  • Welche konkreten Einsparungen sind tatsächlich mit der vierten Tranche zu erwarten?
  • Hält Bochum den Reduktionspfad zur Klimaneutralität gemäß Klimaplan derzeit ein? Falls nein, um wie viel Prozent und CO2-Äquivalent wird dieser Korridor verfehlt?
  • Welche weiteren Maßnahmen sind umgehend notwendig, damit Bochum 2035 tatsächlich klimaneutral wird?
  • Welche Bedeutung und Potenziale sehen Verwaltung und Stadtwerke in Maßnahmen zur Agrivoltaik, Floating-PV sowie PV-Anlagen über Stellplatzanlagen?

Die Anfrage ist von Dr. Volker Steude, Stefanie Beckmann und Nadja Zein-Draeger unterzeichnet.

Unterlagen

Beratungen

Rat (6. Sitzung)
07.05.2026
Die Anfrage wird schriftlich beantwortet.