Grundsatzbeschluss zum Ausbau der Oskar-Hoffmann-Straße zwischen Universitätsstraße und Steinring einschl. Kreisverkehr
20261492 · Beschlussvorlage der Verwaltung · 02.07.2026 · Tiefbauamt
📍 Oskar-Hoffmann-Straße · automatisch zugeordnet aus dem Vorlagentext, Kartendaten © OpenStreetMap.
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Beratungsfolge
Datum | Gremium | Ergebnis | 25.06.2026 | Bezirksvertretung Bochum-Mitte | noch nicht beraten | 02.07.2026 | Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur | noch nicht beraten |
Die Stadt plant den Ausbau der Oskar-Hoffmann-Straße auf einer Länge von 350 Metern. Eine bestandsnahe Variante mit Kreisverkehr am Steinring wurde als Vorzugslösung identifiziert. Die Maßnahme kostet rund drei Millionen Euro.
Drei Varianten im Vergleich
Das Tiefbauamt hat für den Straßenabschnitt zwischen Universitätsstraße und Steinring drei Planungsvarianten entwickelt und mittels Nutzwertanalyse bewertet:
- Variante 1: Beidseitige Radfahrstreifen mit vollständigem Wegfall der Senkrechtparkplätze und des straßenprägenden Baumbestands (2,86 Punkte)
- Variante 2: Einbahnstraße mit Zweirichtungsradweg, getestet in einem neunwöchigen Verkehrsversuch (3,28 Punkte)
- Variante 3: Bestandserneuerung mit abschnittsweise einseitigem Radfahrstreifen (3,35 Punkte – Vorzugsvariante)
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Verkehrsversuch brachte Erkenntnisse
Zwischen März und Mai 2025 wurde Variante 2 mit einer temporären Einbahnstraßenregelung erprobt. Der Versuch führte zu Verkehrsverlagerungen in umliegende Wohnstraßen wie Düppelstraße, Haderslebener Straße und Brunsteinstraße. Anwohner beschwerten sich über höhere Verkehrsdichte, Begegnungsverkehr ohne Ausweichmöglichkeiten und Geschwindigkeitsüberschreitungen.
Bestandsnahe Lösung als Kompromiss
Die gewählte Variante 3 orientiert sich an der bestehenden Straßenraumaufteilung und erreicht die beste Gesamtbewertung. Sie bietet folgende Merkmale:
- Erhalt des gestaltprägenden Baumbestands
- Beibehaltung des Großteils der PKW-Stellplätze
- Keine Einschränkung des motorisierten Individualverkehrs
- Verbesserung der Radverkehrssicherheit durch Piktogrammketten und Sicherheitstrennstreifen
- Einseitiger Radfahrstreifen im Anstieg zwischen Wilhelm-Engel-Straße und Steinring
Kreisverkehr ersetzt Ampelanlage
Der bestehende signalgeregelte Knotenpunkt am Steinring wird zu einem Kreisverkehr mit 32 Metern Außendurchmesser umgebaut. Besonderheit: Die wichtige Nord-Süd-Radverkehrsverbindung zwischen Springorumtrasse und Ferdinandstraße erhält eigene Zweirichtungsradwege als vierte und fünfte Kreisverkehrsarme aus Düppelstraße und Glockengarten.
Entwässerung wird modernisiert
Parallel erfolgt die Erneuerung der Kanalisation. Ein neuer Regenwasserkanal zwischen Steinring und Universitätsstraße soll das Mischwassernetz entlasten. Die Maßnahme ist Teil der größeren Abkopplungsmaßnahme „Dibergkanal“ bis zur Einleitung in den Marbach.
Kosten und Zeitplan
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 3,0 Millionen Euro netto:
- Verkehrsanlagen: 2,0 Millionen Euro
- Freianlagen: 0,5 Millionen Euro
- Baustelleneinrichtung und Verkehrssicherung: 0,5 Millionen Euro
Die Entwässerungsplanung ist noch nicht kostenmäßig erfasst. Nach dem angestrebten Grundsatzbeschluss sollen die weiteren Planungsschritte eingeleitet werden.
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