Sachstandsbericht zur Sanierungsuntersuchung Grundwasser nach der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) im Bereich Zollstraße
20251044 · Mitteilung der Verwaltung · 22.05.2025 · Umwelt- und Grünflächenamt
Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
▶ KI-Zusammenfassung
Die Verwaltung hat einen Sachstandsbericht zur Sanierungsuntersuchung des Grundwassers im Bereich der Zollstraße vorgelegt. Hintergrund sind im Jahr 2021 festgestellte Vorkommen von teeröl- und LHKW-haltigen Wässern in einem offenen Straßengraben. Im Rahmen der Untersuchung wurden Grundwassermessstellen eingerichtet, Bodenproben in Ackerflächen, Waldgebieten und am Kinderspielplatz im Südpark entnommen sowie chemische Analysen durchgeführt.
Die Ergebnisse zeigen, dass die chemischen Prüfwerte der Bodenproben eingehalten werden und keine weiteren Maßnahmen für den Boden erforderlich sind. Im Grundwasser wurde in beiden untersuchten Stockwerken eine schädliche Veränderung durch Trichlorfluormethan (F 11) festgestellt. Diese Belastung wird nach Norden in Richtung der Quellen des Grenzgrabens getragen, wobei Spuren bis in den Bereich der Gartenstraße nachweisbar sind. Der Schwerpunkt der Belastung liegt zwischen dem Zeppelindamm und der Zollstraße. Zudem wurden punktuell geringere Konzentrationen von LHKW, BTEX und PAK nachgewiesen. Ein konkreter Schadstoffherd für das Kältemittel F 11 konnte bislang nicht identifiziert werden; ein möglicher Ursprung im Bereich einer ehemaligen Flakstellung wird vermutet.
Aufgrund der Grundwasserbelastungen wurde das Anliegen auf die Dringlichkeitsliste 2025 der Bezirksregierung Arnsberg gesetzt. Unter der Voraussetzung, dass die entsprechenden Fördermittel zur Verfügung stehen, soll im Jahr 2025 mit der Erstellung eines Sanierungskonzeptes begonnen werden, um geeignete Verfahren zur Schadstoffentfernung zu ermitteln.
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