Radikalisierungstendenzen an Schulen
20240808 · Antwort der Verwaltung · 11.06.2024 · Schulverwaltungsamt
Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
▶ KI-Zusammenfassung
Die Fraktion „Die Grünen im Rat“ hat zur Situation von Radikalisierungstendenzen an Bochumer Schulen angefragt. Hintergrund der Anfrage waren Berichte über Vorfälle an einer Schule in Neuss, bei denen religiöse Druckausübung und die Forderung nach Geschlechtertrennung im Unterricht thematisiert wurden. Die Fragen bezogen sich auf die Einschätzung der aktuellen Lage in Bochum, bestehende Präventionskonzepte gegen islamistische Radikalisierung sowie Hilfestellungen für Lehrkräfte zur Vermeidung von religiöser Bevormundung.
Die Schulaufsicht, vertreten durch die Sprecherin der regionalen Schulaufsichtskonferenz Janine Bartsch, teilte mit, dass im Kreis der Schulaufsichten keine besonderen Radikalisierungstendenzen bekannt seien. Delikte wie das Verwenden von NS-Symbolik werden von Schulleitungen angezeigt und nach dem Schulgesetz geahndet bzw. dem Verfassungsschutz gemeldet. Zur Prävention dienen allgemeine Programme zur Demokratiebildung in den Lehrplänen sowie spezielle Profile einzelner Schulen, etwa als UNESCO- oder Courage-Schulen. Zudem bietet die Fachstelle „Wegweiser“ Unterstützung für Jugendliche mit Radikalisierungstendenzen und Beratung für Lehrkräfte an. Schulleitungen können zudem Beratung durch die Schulaufsichten erhalten.
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