Zwangsräumungen in Bochum 2022
20230086 · Antwort der Verwaltung · 21.03.2023 · Amt für Soziales
Die Antwort der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
▶ KI-Zusammenfassung
In der Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der Fraktion DIE LINKE werden die Zahlen zu den Zwangsräumungen in Bochum für das Jahr 2022 dargelegt. Dem Amt für Soziales wurden im betreffenden Zeitraum 258 angesetzte Zwangsräumungen gemeldet, von denen 203 durchgeführt wurden. Die Verwaltung geht davon aus, dass etwa 90 Prozent dieser Fälle auf Mietschulden zurückzuführen sind, während die restlichen 10 Prozent auf mietwidriges Verhalten oder Eigenbedarf basieren. Von den Räumungen waren 176 Einpersonenhaushalte sowie 82 Mehrpersonenhaushalte betroffen, wobei 59 dieser Haushalte Kinder haben. 18 der angesetzten Räumungen betrafen Wohnungen der VBW – Bauen und Wohnen GmbH.
Alle bekannten Betroffenen erhielten im Jahr 2022 Sozialtransferleistungen. Es wurden keine Verzweiflungstaten oder affektive Handlungen im Rahmen der begleiteten Termine gemeldet. Angesichts der aktuellen Krisensituation und Inflation kann eine Zunahme von Zwangsräumungen nicht ausgeschlossen werden. Die Stadt Bochum nutzt zur Gegensteuerung verschiedene Instrumente, wie die Anpassung der Richtlinien zur Übernahme von Heiz- und Stromkosten sowie die prioritäre Bearbeitung von Wohngeldanträgen bei drohendem Wohnungsverlust. Zudem erfolgt eine Zusammenarbeit mit Beratungsstellen, dem Jobcenter und der Wohnungswirtschaft, um die Umsetzung der Wohngeldreform zu unterstützen.
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