Kohlenstraße: Lärmschutz
20223469 · Antwort der Verwaltung · 08.02.2023 · Amt für Stadtplanung und Wohnen
▶ KI-Zusammenfassung
Die Verwaltung berichtet über hohe Lärmpegel an der Kohlenstraße zwischen Essener Straße und der Auffahrt zur A 448. Im Rahmen der EU-Lärmkartierung wurden Tageswerte von bis zu 70 dB(A) und Nachtwerte von bis zu 59 dB(A) ermittelt. Aufgrund neuer Berechnungsvorschriften (RLS-19) ist mit einer weiteren Zunahme der Beurteilungspegel zu rechnen. Um die Grenzwerte für gesundheitsgefährdende Lärmbelastung einzuhalten, hält die Verwaltung eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 oder 40 km/h sowie entsprechende Kontrollmaßnahmen für sinnvoll und erforderlich. Vor einer Anordnung müssen jedoch mögliche Verkehrsverlagerungen auf angrenzende Straßen wie die Wattenscheider Straße oder die Essener Straße geprüft werden. Ein Lkw-Fahrverbot könnte zudem zu einer Belastung anderer Wohngebiete führen; eine dauerhafte Entlastung der Kohlenstraße wäre erst durch eine direkte Anbindung der Essener Straße an die A 448 möglich.
Zu den weiteren Punkten der Anfrage hält die Verwaltung fest, dass die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchungen zur Kreuzung Alleestraße/Kohlenstraße/Wattenscheider Straße noch ausstehen und in einer kommenden Sitzung vorgestellt werden. Bezüglich der Unfallzahlen im Bereich der Kohlenstraße wurden in den letzten drei Jahren vier Unfälle registriert, wobei ein Vorfall unter Alkoholeinfluss geschah. Die Planung einer möglichen Trasse zur Entlastung durch eine Anbindung der Essener Straße an die A 448 wird derzeit mit der Gewerbeflächenplanung abgestimmt. Ein Zeitplan für die Realisierung einer solchen Entlastungsstraße liegt aktuell noch nicht vor.
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