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Schutz kommunaler PV- und Solaranlagen vor Ausspähung und Cyberangriffen

20261649 · Anfrage · 18.06.2026 · Referat für politische Gremien, Bürgerbeteiligung und Kommunikation

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Beratungsfolge

Datum | Gremium | Ergebnis | 18.06.2026 | Rat | noch nicht beraten |

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bochum hat eine Anfrage zum Schutz kommunaler Photovoltaik- und Solaranlagen vor Ausspähung und Cyberangriffen gestellt. Dr. Benedikt Gräfingholt richtet acht Fragen an Oberbürgermeister Jörg Lukat, die in der Ratssitzung am 18. Juni 2026 behandelt werden sollen.

Hintergrund: Digitale Schnittstellen als Angriffsfläche

Die CDU-Fraktion verweist in ihrer Anfrage auf die zunehmende Digitalisierung der Energieinfrastruktur. PV- und Solaranlagen auf Dächern städtischer Gebäude – darunter Schulen, Sporthallen und Verwaltungsgebäude – werden demnach vielfach über digitale Schnittstellen überwacht, gesteuert oder gewartet. Dies schaffe Berührungspunkte mit kommunalen Netzwerken, externen Dienstleistern oder cloudbasierten Plattformen. Angesichts bundesweiter Warnungen der Sicherheitsbehörden vor Cyberangriffen auf kritische Infrastrukturen sieht die Fraktion diese Anlagen als Teil der aktuellen Risikolage.

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Die acht Fragen im Überblick

Die Anfrage umfasst folgende Fragen an die Verwaltung:

  • Welche kommunalen PV- und Solaranlagen verfügen über digitale Steuerungs-, Fernwartungs-, Monitoring- oder Cloud-Anbindungen?
  • Welche Sicherheitsstandards gelten für diese Anlagen und ihre digitalen Schnittstellen?
  • Hat die Stadt Bochum oder haben ihre Beteiligungen bereits geprüft, ob kommunale PV- und Solaranlagen potenzielle Einfallstore für Cyberangriffe auf die städtische IT-Infrastruktur darstellen können?
  • Liegen Hinweise auf Ausspähungsversuche, unbefugte Zugriffe, verdächtige Netzwerkaktivitäten oder sonstige sicherheitsrelevante Vorfälle im Zusammenhang mit kommunalen PV- und Solaranlagen vor?
  • Welche Maßnahmen ergreift die Stadt Bochum, um diese Anlagen gegen Ausspähung, Manipulation und Cyberangriffe zu schützen?
  • Werden bei Planung, Ausschreibung, Beschaffung und Betrieb kommunaler PV- und Solaranlagen Anforderungen an IT-Sicherheit, Herstellervertrauenswürdigkeit, Datenstandorte und Fernwartungszugänge verbindlich berücksichtigt?
  • Gibt es ein stadtweites Sicherheitskonzept für dezentrale Energieerzeugungsanlagen im öffentlichen Besitz, insbesondere mit Blick auf kritische IT-Schnittstellen, Notfallmanagement und regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen?
  • Sieht die Verwaltung angesichts der aktuellen Bedrohungslage zusätzlichen Handlungsbedarf, um kommunale PV- und Solaranlagen sowie die damit verbundenen IT-Systeme besser gegen staatlich gesteuerte oder staatlich unterstützte Cyberaktivitäten zu schützen?

Mögliche Behandlung im nichtöffentlichen Teil

Die CDU-Fraktion weist in der Anfrage ausdrücklich darauf hin, dass Antworten auf einzelne Fragen, sofern sie sicherheitsrelevante Belange der Stadt berühren, auch im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung gegeben werden können.

Unterlagen

Beratungen

Rat (7. Sitzung)
18.06.2026
kein Ergebnis hinterlegt