Umgestaltung des denkmalgeschützten Kriegerehrenmals
✦ Zusammenfassung
Beratungsfolge
Datum | Gremium | Ergebnis | 10.06.2026 | Ausschuss für Kultur und Tourismus | noch nicht beraten |
Die Linksfraktion fragt nach der geplanten Umgestaltung des denkmalgeschützten Kriegerehrenmals in Langendreer. Sie will wissen, ob die neue Gedenktafel Militarismus kritisch thematisiert und ob die veränderte öffentliche Wahrnehmung durch wiederholte Beschädigungen berücksichtigt wird.
Die Fraktion „Die Linke im Rat“ hat zwei konkrete Fragen zur geplanten Umgestaltung des denkmalgeschützten Kriegerehrenmals an der Unterstraße/Ecke Alte Bahnhofstraße in Langendreer gestellt. Die Anfrage richtet sich an den Ausschuss für Kultur und Tourismus.
Kritische Aufarbeitung gefordert
In der ersten Frage will die Linksfraktion wissen, inwieweit vorgesehen ist, dass die geplante Gedenktafel den Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie deren Folgen in einer Weise einordnet, die auch die Rolle von Militarismus und nationalistischen Ideologien kritisch thematisiert.
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Symbolische Neuinterpretation durch Beschädigungen
Die zweite Frage bezieht sich auf die seit 1987 wiederholten Beschädigungen des Denkmals, vor allem die Abtrennung des Kopfes. Die Linksfraktion führt aus, dass das Denkmal dadurch von Teilen der Öffentlichkeit symbolisch neu interpretiert und als Mahnmal gegen eine Verherrlichung von Krieg verstanden wurde. Sie fragt, ob die Untere Denkmalbehörde diese veränderte Rezeptions- und Bedeutungsebene bei ihrer Bewertung des Denkmals berücksichtigt hat.
Verwaltung sieht Chance für neue Erinnerungskultur
Hintergrund der Anfrage ist eine Verwaltungsvorlage zur „Denkmalgeschütztes Kriegerehrenmal an der Unterstr./Ecke Alte Bahnhofstr. der Ehrenmal-Vereinigung e.V. in Langendreer“. Darin vertritt das Stadtarchiv die Auffassung, dass aufgrund der „martialisch-militarischen Form“ der partielle Rückbau des Soldaten die Chance bietet, „in einer anderen Formensprache auch einer anderen Auffassung von Gedenk- und Erinnerungskultur Raum zur Entfaltung zu geben“.
Die Untere Denkmalbehörde und das Stadtarchiv sind laut Vorlage übereinstimmend der Auffassung, dass eine angemessene Gedenktafel diese Einordnung und Justierung zu leisten vermag.
Die Anfrage wurde von Ratsmitglied Carolin Paskuda gestellt und bittet um schriftliche Beantwortung.
Unterlagen
Dokumente
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Beratungsfolge
- 10.06.2026Die Anfrage wird schriftlich beantwortet.
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