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BOGESTRA hier: Jahresabschluss 2025

20261460 · Beschlussvorlage der Verwaltung · 24.06.2026 · Amt für Finanzsteuerung

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Beratungsfolge

Datum | Gremium | Ergebnis | 24.06.2026 | Ausschuss für Beteiligungen und Controlling | noch nicht beraten |

Die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen Aktiengesellschaft (BOGESTRA) hat ihren Jahresabschluss 2025 mit einer Bilanzsumme von 430,1 Millionen Euro vorgelegt. Der Verlust von 94,5 Millionen Euro wird durch die Holding für Versorgung und Verkehr GmbH ausgeglichen.

Der Ausschuss für Beteiligungen und Controlling soll am 24. Juni 2026 über die Feststellung des BOGESTRA-Jahresabschlusses 2025 entscheiden. Das Verkehrsunternehmen weist ein ausgeglichenes Jahresergebnis aus, da die Holding für Versorgung und Verkehr GmbH (HVV) aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages den entstandenen Verlust übernimmt.

Beteiligungsstruktur und Genehmigungsverfahren

Die Stadt Bochum ist über die HVV mit 50,25 Prozent an der BOGESTRA beteiligt, die Stadt Gelsenkirchen direkt mit 3,36 Prozent. Beide Städte halten jeweils 50 Prozent an der Bochum-Gelsenkirchener Bahngesellschaft mbH (BOGEBA), die wiederum 44,91 Prozent der BOGESTRA-Anteile besitzt.

Der BOGESTRA-Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 29. Mai 2026 den Jahresabschluss geprüft und empfiehlt der BOGEBA-Gesellschafterversammlung die Zustimmung. Nach dieser Zustimmung erfolgt die endgültige Feststellung durch den BOGESTRA-Aufsichtsrat.

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Finanzielle Entwicklung im Überblick

Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Millionen Euro auf 430,1 Millionen Euro. Das Anlagevermögen sank aufgrund planmäßiger Abschreibungen um 3,6 Millionen Euro auf 377,9 Millionen Euro, obwohl 10 neue Busse beschafft wurden.

Bei den Umsatzerlösen verzeichnete die BOGESTRA einen deutlichen Anstieg um 14,2 Millionen Euro auf 137,1 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 11,5 Prozent gegenüber 2024. Hauptursache waren höhere Verkehrserträge durch das Deutschlandticket.

Erträge und Aufwendungen im Detail

Die Verkehrserträge stiegen deutlich über die ursprüngliche Planung hinaus:

  • Straßenbahnbetrieb: 47,3 Millionen Euro (Vorjahr: 41,8 Millionen Euro)
  • Kraftverkehrsbetrieb: 63,7 Millionen Euro (Vorjahr: 56,3 Millionen Euro)
  • Gesamte Fahrbetriebserlöse: 126,3 Millionen Euro (Vorjahr: 112,7 Millionen Euro)

Der Personalaufwand erhöhte sich um 10,3 Millionen Euro auf 160,6 Millionen Euro. Ursachen waren die tarifliche Entgelterhöhung um 3,0 Prozent ab April 2025, die Anhebung der Jahressonderzahlung von 87,14 auf 95 Prozent sowie höhere Versorgungszuwendungen.

Investitionen und Infrastruktur

Bei den Investitionen wurden 4,8 Millionen Euro realisiert, deutlich weniger als die geplanten 46,5 Millionen Euro. Die Abweichung von 89,7 Prozent gegenüber der Planung erklärt sich hauptsächlich durch Verzögerungen bei der Elektrobus-Beschaffung und Infrastrukturprojekten.

Größere Investitionsvorhaben, die sich verzögert haben:

  • Niederflur-Gelenkbusse Elektro: 4,1 Millionen Euro geplant, nicht realisiert
  • Solo-Busse Elektro: 3,1 Millionen Euro geplant, nicht realisiert
  • Ladeinfrastruktur E-Busse: 9,0 Millionen Euro geplant, nicht realisiert
  • Aufzugskabinen: 4,1 Millionen Euro geplant, nicht realisiert

Lediglich bei den Gleisanlagen wurden 3,6 Millionen Euro von geplanten 10,9 Millionen Euro investiert.

Prüfung und weitere Verfahren

Der Jahresabschluss wurde von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, geprüft. Die Auslieferung der bestellten Elektrobusse wird für das erste Quartal 2027 erwartet.

Unterlagen

Beratungen

Ausschuss für Beteiligungen und Controlling (3. Sitzung)
24.06.2026
kein Ergebnis hinterlegt