Bochum Transparent

← alle Vorlagen

Flächenfraß am Technologie Quartier verhindern - Bedarfe durch Nachverdichtung im Bestand decken

20261253 · Anfrage · 07.05.2026 · Referat für politische Gremien, Bürgerbeteiligung und Kommunikation

🟢 Beschlossen 07.05.2026 · Rat (6. Sitzung)
Die Anfrage wird schriftlich beantwortet.
Hauptdokument: als PDF öffnen ↗ Volltext indexiert
Vorgang im Ratsinformationssystem öffnen ↗

📍 Technologiequartier · automatisch zugeordnet aus dem Vorlagentext, Kartendaten © OpenStreetMap.

KI-Zusammenfassung

Beratungsfolge

Datum | Gremium | Ergebnis | 07.05.2026 | Rat | Die Anfrage wird schriftlich beantwortet. |

Die Ratsgruppe Stadtgestalter/Volt will die geplante Erweiterung des Technologie Quartiers auf östlich gelegene Freiflächen verhindern und fragt nach Alternativen durch Nachverdichtung im Bestand. In einer Anfrage an Oberbürgermeister Jörg Lukat kritisiert sie die Pläne als Verstoß gegen das städtische Ziel der Null-Nettoneuversiegelung bis 2030.

Die Verwaltung plant, das bestehende Technologie Quartier auf östlich davon gelegene Freiflächen auszuweiten. Diese Pläne stoßen nach Angaben der Ratsgruppe Stadtgestalter/Volt auf massive Kritik von Bürgern.

Widerspruch zum Null-Nettoneuversiegelungs-Ziel

Die Anfragesteller verweisen auf das städtische Ziel, die Nettoneuversiegelung bis spätestens 2030 auf Null zurückzufahren. Ab 2030 dürfe die neu versiegelte Fläche die in einem Kalenderjahr entsiegelte Fläche nicht überschreiten. Da die geplante Bebauung voraussichtlich nicht bis 2030 realisiert werden könne und ein ausreichendes Entsiegelungsprogramm fehle, widerspreche die Quartierserweiterung diesem selbstgesetzten Ziel.

Ratskompass-Newsletter

Neue Ratsentscheidungen direkt ins Postfach. Kostenlos, werbefrei, jederzeit abbestellbar.

Jetzt abonnieren

Kritik an bisheriger Flächennutzung

Die Ratsgruppe kritisiert, dass der Campus-Rahmenplan für das vorhandene Technologie Quartier deutlich mehr und höherstöckige Gebäude vorsah, als letztendlich realisiert wurden. Dadurch seien umfangreiche Versiegelungen bei nur mäßiger Ausbeute an Gesamtbruttogeschossfläche entstanden. Als Beispiele für ineffiziente Flächennutzung nennen sie ebenerdige Stellplatzanlagen und den kaum genutzten Leonardo-da-Vinci-Platz.

Elf Fragen zur Nachverdichtung

Die Ratsgruppe stellt folgende Fragen:

  • Welche Nachverdichtungsmaßnahmen lassen sich mit dem aktuell gültigen Bebauungsplan umsetzen?
  • Welche ertragreichen Nachverdichtungen wären bei einer Änderung des Bebauungsplans möglich?
  • Haben sich die städtebaulichen Erwartungen an den Leonardo-da-Vinci-Platz nach Ansicht der Verwaltung realisiert?
  • Wie häufig fanden in den letzten drei Jahren Veranstaltungen auf dem Leonardo-da-Vinci-Platz statt?
  • Welchen Umfang könnte ein Gewerbegebäude auf dem derzeitigen Leonardo-da-Vinci-Platz haben?
  • Warum wurden im süd-östlichen Teil etwa 50 Bäume anstelle der im Campus-Rahmenplan vorgesehenen drei Gewerbegebäude gepflanzt?
  • Warum wurde auf dem als Grünfläche ausgewiesenen Bereich an der Konrad-Zuse-Straße ein Parkplatz errichtet, obwohl der Campus-Rahmenplan dort ein Gewerbegebäude vorsieht?
  • Warum wurden in den süd-östlichen Bereichen vorgesehene Gebäude nicht umgesetzt und welche Bedarfe könnten durch deren Realisierung gedeckt werden?
  • Welche Chancen bestehen, vorhandene Stellplatzanlagen mit Gewerbegebäuden zu überplanen?
  • Wie ließen sich Aufstockungen bestehender Gebäude im Technologie Quartier realisieren?
  • Welche Verkehrsverbesserungen, insbesondere für die Schattbachstraße, sind durch diese Maßnahmen im Vergleich zum Verwaltungsentwurf erwartbar?

Die Anfrage wird in der 6. Ratssitzung am 7. Mai 2026 behandelt. Unterzeichnet ist sie von Dr. Volker Steude, Stefanie Beckmann und Nadja Zein-Draeger.

Unterlagen

Beratungen

Rat (6. Sitzung)
07.05.2026
Die Anfrage wird schriftlich beantwortet.