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Containerunterkunft Kemnader Straße 437 in Bochum-Stiepel – Beschlussgrundlage, Kostenentwicklung und aktuelle Bedarfslage

20261241 · Antwort der Verwaltung · 18.06.2026 · Amt für Soziales

↳ Zugehörige Anfrage Containerunterkunft Kemnader Straße 437 in Bochum-Stiepel – Beschlussgrundlage, Kostenentwicklung und aktuelle Bedarfslage · 07.05.2026
⚪ Beratungsfolge abgeschlossen kein expliziter Beschluss notiert
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📍 Kemnader Straße · automatisch zugeordnet aus dem Vorlagentext, Kartendaten © OpenStreetMap.

KI-Zusammenfassung

Beratungsfolge

Datum | Gremium | Ergebnis | 07.05.2026 | Rat | Die Anfrage wird schriftlich beantwortet. | 18.06.2026 | Rat | noch nicht beraten |

Die Stadtverwaltung hat eine umfangreiche Anfrage der AfD-Fraktion zur Containerunterkunft für Geflüchtete an der Kemnader Straße beantwortet. Die Fraktion kritisierte fehlende Transparenz bei der Umsetzung, die Verwaltung sieht alle rechtlichen Vorgaben eingehalten.

Kritik an mangelnder Transparenz

Die AfD-Fraktion hatte bemängelt, dass die tatsächliche Umsetzung der Flüchtlingsunterkunft ohne klare politische Beschlusslage erfolgt sei. Nach dem Grundsatzbeschluss vom 14. Dezember 2023 seien wesentliche Teile der Maßnahme „faktisch im Verwaltungsvollzug umgesetzt“ worden. Die Fraktion sah dies als problematisch an, da ursprünglich nur 750.000 Euro für Detailplanung bewilligt worden waren, die konkreten Investitionskosten aber erst in nachgelagerten Verfahren hätten beschlossen werden sollen.

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Beschlussweg der Verwaltung

Die Stadtverwaltung verwies auf mehrere politische Beschlüsse als Rechtsgrundlage:

  • Grundsatzbeschluss des Rates am 14. Dezember 2023 (Vorlage 20232899)
  • Überplanmäßige Bereitstellung von 24,16 Millionen Euro am 14. März 2024 (Vorlage 20240157)
  • Beschluss der Haushaltssatzung 2025/2026 am 21. November 2024

Die Verwaltung betonte, dass über Kosten- und Zeitentwicklungen im Rahmen des Bauprojektcontrollings fortlaufend informiert worden sei.

Gesamtkosten von 4,7 Millionen Euro

Die tatsächlich angefallenen Gesamtkosten für die Containerunterkunft betragen nach Verwaltungsangaben 4,7 Millionen Euro brutto, aufgeteilt in:

  • Planung: 0,6 Millionen Euro
  • Bau/Inbetriebnahme: 4,1 Millionen Euro
  • Ausstattung: etwa 10.000 Euro für Neuanschaffungen

Die Einrichtung bietet Platz für bis zu 120 Personen und ist am 1. April 2026 in Betrieb gegangen.

Jährliche Betriebskosten von rund 785.000 Euro

Die laufenden Jahreskosten belaufen sich auf etwa 785.000 Euro, bestehend aus:

  • Sicherheitsdienst: 449.110 Euro
  • Betreuung: 332.640 Euro (bei 75 Prozent Auslastung)
  • Reinigung: 3.006 Euro

Aktuelle Belegung und Bedarf

Die Einrichtung startete mit 57 Bewohnern und hatte zum Stichtag 7. April 2026 bereits 74 Bewohner. Die Verwaltung geht von einer durchschnittlichen Auslastung von 75 Prozent in den ersten zwölf Monaten aus.

Trotz der aktuell niedrigen Aufnahmeverpflichtung von 50 Personen (Erfüllungsquote: 99,14 Prozent) rechtfertigte die Verwaltung die Kapazität mit der „fortlaufenden gesetzlichen Unterbringungsverpflichtung“ und der „Dynamik der Zuweisungslage“.

Verwaltung sieht Rechtmäßigkeit gewahrt

Auf die Frage nach der Einhaltung von Haushaltsklarheit und Transparenz antwortete die Verwaltung, alle Grundsätze seien gewahrt worden. Die politischen Grundsatzentscheidungen seien durch den Rat getroffen worden, die weitere Umsetzung sei „im Rahmen der haushaltsrechtlichen Zuständigkeiten“ erfolgt.

Unterlagen

Beratungen

Rat (7. Sitzung)
18.06.2026
kein Ergebnis hinterlegt