Verwarnungen und Ordnungsgelder Aufgrund von mitgeführten Hunden sowie Assistenzhunden auf Bochumer Friedhöfe
✦ Zusammenfassung
Verwirrung nach Ratsbeschluss
Nach dem Ratsbeschluss vom 3. April 2025, künftig Hunde auf städtischen Friedhöfen zu erlauben, herrschte bei vielen Hundehaltern Verwirrung. Viele nahmen fälschlicherweise an, die Regelung gelte sofort - tatsächlich wurde aber zunächst nur die Verwaltung beauftragt, eine entsprechende Änderungssatzung zu erarbeiten.
Die bisherige Friedhofssatzung verbietet in § 13 Abs. 1 Nr. 5 das Mitführen aller Tiere außer Blindenhunden. Laut Radio Bochum wurden seit August 2025 zwar weiterhin Kontrollen durchgeführt und Belehrungen ausgesprochen, auf Ordnungsgelder aber "derzeit" verzichtet.
Rechtliche Bedenken bei Assistenzhunden
Die STADTGESTALTER/Volt sehen besonders bei Assistenzhunden rechtliche Probleme. Sie argumentieren, dass § 12e des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) Menschen mit Assistenzhunden den Zutritt zu öffentlich zugänglichen Einrichtungen garantiert. Eine Verweigerung würde gegen das Benachteiligungsverbot verstoßen, da Bundesrecht über kommunales Satzungsrecht stehe.
Fünf konkrete Fragen an die Verwaltung
Die Ratsgruppe will für den Zeitraum seit dem Ratsbeschluss wissen:
Wie viele Verwarn- und Bußgelder wurden verhängt und gab es Widersprüche?
Wie oft wurden Belehrungen erteilt?
Wie sah die Praxis in den letzten fünf Jahren aus?
Zusätzlich fragen sie, ob Assistenzhunde bereits jetzt legal mitgeführt werden dürfen und wie darüber informiert wird.
Neue Satzung erst in neuer Wahlperiode
Die Verwaltung hatte im September 2025 mitgeteilt, dass die Änderungssatzung erst in der neuen Wahlperiode eingebracht wird. Die Anfrage soll in der ersten Sitzung des Ausschusses für Sicherheit, Umwelt und Nachhaltigkeit am 15. Januar 2026 behandelt werden.
Dokumente
- Hauptdokument als PDF öffnen ↗ Volltext indexiert
Beratungsfolge
- 15.01.2026Die Anfrage wird schriftlich beantwortet.
Verwandte Vorlagen
Weitere Vorlagen: Ordnungs- und Veterinäramt
- Feuerwerksverbot 15.01.2026
- Anregung gem. § 24 GO NRW i. V. m. § 9 Hauptsatzung der Stadt Bochum: Verbot von Pyrotechnik für den Privatgebrauch 15.01.2026
- Anregung gem. § 24 Gemeindeordnung – Antrag auf Ausweitung des Feuerwerksverbots in reinen Wohngebieten der Stadt Bochum, insbesondere im Stadtteil Wattenscheid-Höntrop 15.01.2026
- Eingabe gemäß § 24 Gemeindeordnung – Wiederholte Verstöße gegen die Leinenpflicht durch Hundehalter im öffentlichen Raum 15.01.2026
- Anregung gem. § 24 Gemeindeordnung – Antrag auf kommunale Anordnung eines Feuerwerksverbots gemäß § 24 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 der 1. SprengV – ohne Namensnennung 15.01.2026
- Parkplatz des Straßenverkehrsamts an der Bulksmühle 20.01.2026
Aus derselben Sitzung
- Bestellung von Schriftführerinnen und Schriftführern für die Ausschüsse des Rates der Stadt Bochum Ausschuss für Sicherheit, Umwelt und Nachhaltigkeit (1. Sitzung), 15.01.2026
- Aktueller Stand zu Innovationsprojekten im Rettungsdienst Ausschuss für Sicherheit, Umwelt und Nachhaltigkeit (1. Sitzung), 15.01.2026
- Baumfällmaßnahmen im öffentlichen Raum im Winterhalbjahr 2025/ 2026 Ausschuss für Sicherheit, Umwelt und Nachhaltigkeit (1. Sitzung), 15.01.2026
- 9. Sachstandsbericht Stadtpark Bochum Ausschuss für Sicherheit, Umwelt und Nachhaltigkeit (1. Sitzung), 15.01.2026
- Anregung gem. § 24 Gemeindeordnung – Antrag auf kommunale Anordnung eines Feuerwerksverbots gemäß § 24 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 der 1. SprengV – ohne Namensnennung Ausschuss für Sicherheit, Umwelt und Nachhaltigkeit (1. Sitzung), 15.01.2026
- Anregung gem. § 24 GO NRW i. V. m. § 9 Hauptsatzung der Stadt Bochum: Verbot von Pyrotechnik für den Privatgebrauch Ausschuss für Sicherheit, Umwelt und Nachhaltigkeit (1. Sitzung), 15.01.2026
✉ Neue Vorlagen zum Thema Umwelt & Nachhaltigkeit direkt ins Postfach
Bestätigungsmail (Double-Opt-in) · weitere Themen & Bezirke · Datenschutz