Fernwärme in Bochum
20250616 · Antwort der Verwaltung · 03.04.2025 · Amt für Finanzsteuerung
Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
▶ KI-Zusammenfassung
Die Verwaltung hat auf eine Anfrage der CDU-Fraktion zur Preisentwicklung und zum Energiemix der Fernwärme reagiert. Entgegen der in der Anfrage angeführten Berichterstattung über steigende Kosten weisen die Stadtwerke Bochum darauf hin, dass die Fernwärmepreise im Jahr 2024 gesunken sind. Im Zeitraum von Januar 2023 bis Januar 2025 verringerte sich der Arbeitspreis um etwa 29,4 Prozent, während der Grundpreis um etwa 12,3 Prozent anstieg. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 15.000 kWh resultierte daraus ein Preisrückgang von rund 24 Prozent.
Die Fernwärme wird aus verschiedenen Energieträgern erzeugt, wobei aktuell noch keine Abwärme in das Netz eingespeist wird. Ab 2026 soll jedoch Abwärme aus einer geplanten Anlage zur Pflanzenkohleproduktion des Unternehmens Novocarbo genutzt werden. Die Preisbildung erfolgt über eine Preisgleitformel, die Indizes für Gas, Kohle, Wärme, CO2 sowie Investitionsgüter und Lohnkosten berücksichtigt. Die Stadtwerke Bochum beteiligen sich zudem an der Wärmetransparenz-Plattform. Gegen das Unternehmen wurde im Rahmen der Missbrauchsaufsicht durch das Bundeskartellamt kein Prüfverfahren eingeleitet.
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