Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen
20241918 · Antwort der Verwaltung · 05.09.2024 · Jugendamt
Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
▶ KI-Zusammenfassung
Die Verwaltung von Bochum bestätigt den Trend steigender Kriminalitätszahlen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, wie er in der Anfrage der BD Ratsfraktion thematisiert wurde. Im Rahmen von Strafverfahren informieren die Staatsanwaltschaft und die Polizei die Jugendhilfe über Ermittlungen bei strafunmündigen Kindern. Daraufhin bietet die Jugendhilfe Beratungsangebote für Erziehungsberechtigte sowie die betroffenen Jugendlichen an und vermittelt gegebenenfalls an entsprechende Institutionen.
Die Stadt Bochum finanziert über das Jugendamt verschiedene Maßnahmen zur Kriminalitätsprävention durch Jugendhilfeträger. Zu den bekannten Programmen gehören Angebote von ViA Ruhr e.V., So!Trainings, das hundegestützte Training „Herz mit Schnauze“ sowie Suchtprävention durch die Drogenberatungsstelle Krisenhilfe Bochum e.V. Einige Projekte, wie etwa „Kurve kriegen“, werden zusätzlich durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Verwaltung gab an, dass in den letzten Jahren ausreichende Kapazitäten ohne Wartelisten vorhanden waren, wobei die Corona-Pandemie zwischen 2020 und 2022 zu veränderten Einsatzformen führte.
Die präventiven Ansätze umfassen Einzel- und Gruppenarbeit mit Schwerpunkten auf Verhaltensänderung, sozialer Kompetenz sowie Aufklärung und Familienarbeit. Die Dauer dieser Maßnahmen variiert von kurzen Kursen nach wenigen Terminen bis hin zu Betreuungsweisungen, die bis zu zwölf Monate dauern können. Bezüglich der Rückfallquote verwies die Verwaltung auf bundesweite Werte von etwa 40 Prozent im Jugendstrafrecht.
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