Energieversorgung im Südwesten
20241873 · Antwort der Verwaltung · 18.09.2024 · Amt für Finanzsteuerung
Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
▶ KI-Zusammenfassung
Die Verwaltung hat auf eine Anfrage der FDP-Fraktion zur Energieversorgung im Bochumer Südwesten reagiert. Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung, deren Konzeptionierung bis Anfang 2026 andauert, wird die künftige Wärmeversorgung der Stadt erarbeitet. Nach aktuellem Planungsstand befindet sich der Südwesten aufgrund der Entfernung zum Bestandsnetz nicht in einem Fernwärme-Ausbaugebiet, wobei Nahwärmenetze für Einzelprojekte weiterhin geprüft werden.
Hinsichtlich der Wasserstoffversorgung prüft die Stadtwerke Bochum Netz GmbH derzeit die Umrüstfähigkeit des Erdgasnetzes. Eine Anbindung an das nationale Wasserstoff-Kernnetz ist durch eine Absichtserklärung mit der Thyssengas GmbH für den Zeitraum zwischen 2032 und 2037 vorgesehen. Im Bereich der Stromversorgung wurden zuletzt keine Netzengpässe verzeichnet; die Infrastruktur wird jedoch bedarfsgerecht für die Zunahme von Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen und Ladestationen ausgebaut.
Grundsätzlich sind alle Stadtteile für PV-Anlagen und Wärmepumpen geeignet, sofern der jeweilige Netzanschluss technisch möglich ist. Die Stadt Bochum verfolgt zudem eine Strategie zur Nutzung städtischer Dachflächen für Photovoltaik, wobei bis 2030 eine Gesamtleistung von bis zu 20.000 Kilowatt-Peak angestrebt wird. Im Südwesten sind bereits sechs Anlagen in Betrieb, ein weiteres Projekt an der Theodor-Körner-Schule ist geplant. Quartiersspeicher für diese Flächen sind nicht vorgesehen, da der erzeugte Strom direkt vor Ort verbraucht wird.
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