Errichtung einer Gedenkstätte am Gesundheitsamt
20240999 · Antrag · 02.05.2024
Einstimmig nach Ergänzung des Beschlussvorschlages
▶ KI-Zusammenfassung
Die Fraktionen SPD und Die Grünen im Bochumer Rat haben einen Antrag eingebracht, die Errichtung einer Gedenkstätte für die Opfer der nationalsozialistischen Sterilisations- und „Euthanasie“-Programme in die laufenden Planungen zur Umgestaltung des Rathausareals zu integrieren. Die Verwaltung soll dazu aufgefordert werden, einen Vorschlag zu unterbreiten, wie und an welcher Stelle im Bereich des Gesundheitsamtes eine solche Gedenkstätte realisiert werden kann.
Der Antrag begründet das Vorhaben mit der Würdigung der Bochumer Bürgerinnen und Bürger, die während der NS-Zeit Opfer von Sterilisations- und Tötungsmaßnahmen wurden. Nach vorliegenden Informationen wurden mindestens 365 namentlich bekannte Personen ermordet und über 3.500 Menschen zwangssterilisiert. Das Gesundheitsamt war an den Verfahren zur Zwangssterilisation sowie an Einweisungen in psychiatrische Anstalten beteiligt, die später in Tötungsanstalten führten. Da das heutige Gesundheitsamt am selben Standort wie damals operierte, wird dieser Bereich als geeigneter Ort für ein Mahnmal vorgeschlagen. Als wissenschaftliche Grundlage dienen unter anderem zwei Doktorarbeiten sowie ein Fachartikel, der unter Beteiligung von Prof. Dr. Georg Juckel erstellt wurde.
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