Zentrale und dezentrale Abwasserwärmenutzung
20232087 · Antrag · 24.08.2023
Mehrheitlich gegen Beschlussvorschlag Enthaltungen: 0 dagegen: 71 (SPD/Grüne/CDU/BD/UWG:FB/FDP/PAR/OB) dafür: 5 (LINKE/PAR&StG)
▶ KI-Zusammenfassung
Dr. Volker Steude hat einen Antrag zur zentralen und dezentralen Abwasserwärmenutzung gestellt. Die Verwaltung soll beim Ruhrverband sowie bei den Nachbargemeinden Essen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis für ein gemeinsames Projekt zur Wärmerückgewinnung aus Abwässern werben. Über die Meilensteine dieses Vorhabens sollen die Ratsgremien regelmäßig informiert werden. Zudem ist vorgesehen, das Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) 2021 im Hinblick auf geplante Kanalneubau- und Sanierungsmaßnahmen zu aktualisieren. Ziel ist die Integration von Wärmetauschsystemen zur dezentralen Nutzung sowie die Berücksichtigung von Erkenntnissen aus einer Vorlage vom Februar 2023.
Die Begründung des Antrags erläutert, dass die Temperaturen im Kanalsystem das ganze Jahr über relativ konstant bleiben und diese Energie mittels Wärmetauschern für Wärmepumpen oder zur Gebäudekühlung genutzt werden kann. Laut dem Antrag könnten Abwässer rechnerisch etwa 14 Prozent des nationalen Wärmebedarfs im Gebäudesektor decken. Als geeignete Standorte für eine zentrale Nutzung werden Kläranlagen des Ruhrverbands in Bochum, Essen und Hattingen angeführt. Eine Anpassung des ABK 2021 wird als notwendig dargestellt, um die anstehenden Arbeiten am Kanalnetz mit den Anforderungen der Wärmewende zu verknüpfen.
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