Ehemaliges Zwangsarbeiterlager Bergener Straße – Denkmalliste der Stadt Bochum Karteikarte 556
20231508 · Antwort der Verwaltung · 30.08.2023 · Amt für Geoinformation, Liegenschaften und Kataster
▶ KI-Zusammenfassung
Die Verwaltung hat zur Entwicklung des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers Bergener Straße Auskunft gegeben. Bisher fanden keine archäologischen Untersuchungen auf dem Gelände statt, jedoch steht die Untere Denkmalbehörde im Austausch mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Sollten im Zuge von Leitungsarbeiten Eingriffe in den Boden nötig werden, sind Sondierungsarbeiten vorgesehen. Die Ergebnisse der historischen Aufarbeitung durch eine Historikerin werden im Ausschuss für Kultur und Tourismus vorgestellt. Ein detailliertes museales Konzept ist von weiteren Förderungen durch die Landeszentrale für politische Bildung abhängig.
Für das Gebäude in der Bergener Straße 116 i, die ehemalige Kommandantur, sind Sanierungsarbeiten mit Schadstoffentfernung und Entkernung geplant. Parallel dazu wird ein Bauantrag zur Nutzungsänderung von Wohnraum zu musealen Zwecken erarbeitet. Ab Ende 2024 soll eine Ausstellung des Stadtarchivs zur Geschichte der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus eröffnet werden. Die Einbeziehung des ehemaligen Bürgertreffs in das Gedenkkonzept wird verfolgt. Der Austausch mit zivilgesellschaftlichen Gruppen erfolgt unter anderem über einen „Runden Tisch“.
Hinsichtlich der Wohnnutzung der Siedlung arbeitet ein externes Büro an einem Kommunikationsrahmen, der die Bewohner einbezieht. Ergebnisse und Handlungsempfehlungen werden voraussichtlich ab Ende 2023 in den politischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt.
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