Formen des Gedenkens: Erinnerungsbahn
20230946 · Antwort der Verwaltung · 09.05.2023 · Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
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Die Verwaltung hat auf eine Anfrage der SPD im Ausschuss für Kultur und Tourismus reagiert, die sich mit der Einführung einer „Erinnerungsbahn“ in Bochum befasste. Hintergrund war ein Projekt der Dortmunder Stadtwerke DSW21, bei dem eine Straßenbahn mit den Namen von jüdischen Opfern der NS-Zeit bedruckt wurde und gleichzeitig die eigene Verstrickung in das nationalsozialistische System wissenschaftlich aufgearbeitet wird.
Die Verwaltung bezeichnet diese Form des Erinnerns als interessante Variante. Für Bochum arbeitet das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte zusammen mit verschiedenen Akteuren am Aufbau eines Netzwerks zur Erinnerungskultur. Ziel ist es, Formate zu entwickeln, die die Opfer des Nationalsozialismus sichtbar machen. In diesen Prozess sollen bereits etablierte oder im Entstehen begriffene Orte wie der Nordbahnhof, das ehemalige Zwangsarbeiterlager an der Bergener Straße sowie die ehemalige Zeche Gibraltar einbezogen werden. Damit soll die gesamte Bandbreite der Opfer nationalsozialistischen Terrors in die Gedenk- und Erinnerungskultur der Stadt integriert werden.
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