Zunehmende Gewalt bei Kindern und Jugendlichen
20230927 · Antwort der Verwaltung · 10.05.2023 · Jugendamt
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Auf Anfrage der Fraktion „Die SPD im Rat“ hat das Jugendamt zur Entwicklung der Gewalt bei Kindern und Jugendlichen in Bochum Stellung genommen. Laut polizeilicher Kriminalstatistik ist ein Anstieg der Tatverdächtigenzahlen zu verzeichnen, wobei die Werte für das Jahr 2022 über denen aus dem Jahr 2019 liegen. Zu den erfassten Delikten zählen unter anderem Körperverletzung, Diebstahl, Beleidigung und Raub sowie ein Zuwachs bei der Verbreitung kinderpornographischer Inhalte.
Zur Bewältigung von Straftaten im Jugendstrafverfahren nutzt das Jugendamt die Zusammenarbeit zwischen der Jugendhilfe, der Polizei, der Staatsanwaltschaft und den Gerichten. Zu den pädagogischen Maßnahmen gehören soziale Trainingskurse, Antiaggressionstrainings sowie Präventionskurse. Das Amt arbeitet zudem mit dem Projekt „Kurve kriegen“ und der polizeilichen Präventionsarbeit an Schulen zusammen, um präventive Maßnahmen zu unterstützen.
Eine Einrichtung eines „Hauses des Jugendrechts“ in Bochum wird von der Verwaltung zum jetzigen Zeitpunkt nicht angestrebt. Die bestehenden Kooperationsbeziehungen zwischen den beteiligten Institutionen seien bereits intensiv und die Kommunikationswege kurz. Da es keine wissenschaftlichen Belege für eine Reduzierung der Delinquenz durch räumliche Zusammenlegungen gebe, sieht das Jugendamt keinen unmittelbaren Bedarf für ein solches Modell.
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