Bildung und Teilhabe
20230809 · Antwort der Verwaltung · 10.05.2023 · Jugendamt
▶ KI-Zusammenfassung
Die Verwaltung der Stadt Bochum berichtet über ein historisch hohes Antragsvolumen im Bereich „Bildung und Teilhabe“ (BuT), das im Jahr 2022 den höchsten Stand seit 2011 erreichte. Als Ursachen für die gestiegenen Zahlen nennt das Jugendamt unter anderem Änderungen bei der Einkommensgrenze für Wohngeld und Kinderzuschlag sowie den Zuzug geflüchteter Familien aus der Ukraine. Zudem führt die Nachholung von Klassenfahrten nach der Pandemie zu einem Anstieg der Anträge um über 130 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch ein erhöhter Bedarf an außerschulischer Lernförderung trägt zur Belastung bei.
Die personellen Engpässe betreffen alle Leistungsbereiche des Programms. Laut Verwaltung entstehen Vakanzen durch Fluktuation, chronische Erkrankungen und einen hohen Krankenstand. Neue Stellen können aufgrund der aktuellen Budgetierung nicht kurzfristig besetzt werden; jedoch wurden Wiederbesetzungsanträge sowie zusätzliche Stellen im Zusammenhang mit dem Wohngeld-Plus-Gesetz gestellt. Zur Effizienzsteigerung wird auf die seit September 2022 eingeführte elektronische Ablage verwiesen, die eine digitale Bearbeitung und Homeoffice ermöglicht.
Für Fälle mit sehr kurzfristigem Förderbedarf sieht das Jugendamt kooperative Regelungen mit Lehrkräften oder Leistungserbringern vor. Ziel ist es, sicherzustellen, dass Kinder trotz laufender Bearbeitungszeiten beispielsweise die Mittagsverpflegung oder Klassenfahrten weiterhin in Anspruch nehmen können.
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