„Sofort-Grün-Ampeln“ für den Radverkehr
20230275 · Antwort der Verwaltung · 22.02.2023 · Tiefbauamt
▶ KI-Zusammenfassung
Die Verwaltung der Stadt Bochum hat auf eine Anfrage der Fraktion Partei/Stadtgestalter bezüglich der Einführung von „Sofort-Grün-Ampeln“ für den Radverkehr reagiert. Hintergrund ist ein Projekt aus Münster, bei dem Wärmebildkameras Radfahrende frühzeitig erkennen, um die Grünphase an Kreuzungen zu steuern.
Nach Angaben des Tiefbauamtes werden an einigen Bochumer Knotenpunkten, wie der Herner Straße oder der Pontonbrücke, bereits ähnliche Kamerasysteme eingesetzt. Die Erfahrungen damit seien jedoch nicht durchweg zufriedenstellend, da es vereinzelt zu einer unzureichenden Erfassung von Radfahrenden kam. Aus diesem Grund wurde eine bisherige Ausweitung dieser Systeme nicht weiterverfolgt.
Im Gegensatz dazu nutzt das Projekt in Münster neuere Kameramodelle mit künstlicher Intelligenz und selbstlernenden Algorithmen zur Klassifizierung der Verkehrsteilnehmer. Die Bochumer Verwaltung steht hierzu im Austausch mit dem Hersteller und plant, diese Technologie an geeigneten Straßenquerungen im Rahmen des Radschnellwegs RS1 einzusetzen. Ziel ist es, die Freigabezeiten für den Radverkehr durch eine frühzeitige Erkennung zu beschleunigen und zu verlängern. Aktuell finden Standortprüfungen statt, wobei der Fokus auf Kreuzungen liegt, an denen der Radverkehr gegenüber dem motorisierten Individualverkehr vorrangig behandelt wird. Konkrete Einsatzorte wurden zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht benannt.
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