Ergänzende Informationen zum Vierteljahresbericht zum Zins- und Schuldenmanagement - 2. Quartal 2022 -
20230016 · Antwort der Verwaltung · 26.01.2023 · Amt für Finanzsteuerung
Die Antwort der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
▶ KI-Zusammenfassung
Die Verwaltung hat ergänzende Informationen zu den sogenannten „Bochumer Anleihen“ vorgelegt, nachdem Dr. Reinirkens im Ausschuss für Beteiligungen und Controlling nachgefragt hatte. Hintergrund der Nutzung von Anleihen sind die durch die Finanz- und Eurokrise bedingten Einschränkungen bei den klassischen kommunalen Finanzierungsmöglichkeiten. Um die Kreditaufnahmefähigkeit der Stadt Bochum weiterhin zu gewährleisten, wurde der Kreis der Kontrahenten durch Kapitalmarktaktivitäten erweitert.
Seit 2015 nutzt die Stadt sowohl Gemeinschaftsanleihen als auch Einzelanleihen, wobei das gesamte Anleihevolumen 540 Millionen Euro beträgt. Davon entfallen 175 Millionen Euro auf Gemeinschaftsanleihen und 365 Millionen Euro auf Einzelanleihen. Zum Zeitpunkt der Platzierung waren alle Anleihen überzeichnet. Diese Finanzierungsinstrumente sind mit regulären Krediten vergleichbar, da sie Festzinsen für die gesamte Laufzeit bieten und somit eine Zins- und Liquiditätssicherung ermöglichen.
Obwohl das Platzierungsverfahren von Anleihen komplexer ist als bei klassischen Krediten, bietet es den Vorteil, eine größere Anzahl an Investoren zu erreichen. Die Strategie dient dazu, Kreditmittel außerhalb des traditionellen Kontrahentenkreises zu beschaffen, um bestehende Kreditlimite nicht zu belasten und Liquiditätsrisiken zu mindern. Größere Finanzierungsvolumina, wie in den Jahren 2016 und 2020, konnten durch diese Kapitalmarktaktivitäten realisiert werden.
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