Bioabfallsammlung in Bochum
✦ KI-Zusammenfassung
Die Verwaltung der Stadt Bochum hat auf eine Anfrage der Fraktion DIE LINKE zur Bioabfallsammlung reagiert. Auf die Frage nach aktuellen Abfallanalysen zum Anteil von Bioabfällen im Bochumer Hausmüll teilte das Umwelt- und Grünflächenamt mit, dass derzeit keine aktuellen Analysen vorliegen.
Hinsichtlich der Strategie zur getrennten Sammlung betont die Verwaltung den Grundsatz „Qualität vor Quantität“. In weniger dicht besiedelten Gebieten werde die Biotonne gut angenommen, was eine hohe Sortierqualität des Bioabfalls ermögliche. In verdichteten Wohngebieten sei das Trennverhalten hingegen weniger ausgeprägt, was zu Problemen bei der Abnahme führen könnte. Zur Erfassung von Grünabfällen nutzt die Stadt zudem dezentrale Wertstoffhöfe und temporäre Sammelstellen, um eine hochwertige Verwertung ohne eine allgemeine Pflicht zur Biotonne zu unterstützen.
Zur Frage der Gebührenstruktur bei einer flächendeckenden Einführung von Biotonnen gab die Verwaltung an, dass die Aufrechterhaltung der aktuellen Anreizfinanzierung nicht abschließend beurteilbar sei. Derzeit werden etwa 37 Prozent der Kosten für Bioabfallbehälter über die Biotonnengebühr und rund 63 Prozent über die Restmüllgebühren gedeckt. Eine flächendeckende Nutzung könnte zusätzliche Abfuhrtouren erfordern, was die Gesamtkosten erhöhen würde. Zudem seien die finanziellen Auswirkungen auf die Abrechnung mit dem Abfallwirtschaftsverband EKOCity aufgrund der tonnenweisen Verrechnung nicht abschätzbar.
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