Maßnahmen zur Flankierung eines Import- bzw. Lieferstopps russischer Energieträger prüfen
✦ KI-Zusammenfassung
Die Verwaltung hat auf eine Anfrage der Fraktion Die GRÜNEN zu Maßnahmen zur Abfederung eines möglichen Lieferstopps russischer Energieträger geantwortet. Für das Trianel-Kraftwerk in Lünen ist die Kohleverversorgung bis zum ersten Quartal 2023 zu über 80 Prozent durch alternative Quellen, wie etwa aus Südafrika, gesichert. Hinsichtlich der Gasspeicher wird darauf hingewiesen, dass eine Befüllung ohne russisches Erdgas schwierig sei und hohe Marktpreise einen Liquiditätsbedarf verursachen. Die Stadtwerke Bochum halten staatliche Hilfen zur Vorfinanzierung sowie finanzielle Ausgleiche bei Erreichen von Mindestfüllständen für erforderlich.
Zum Ausbau erneuerbarer Energien führt die Verwaltung aus, dass die Stadtwerke Bochum bereits über ein Portfolio von rund 110 Megawatt verfügen und weitere Projekte bis 2030 in der Entwicklung sind. Eine kurzfristige Steigerung durch Großanlagen sei aufgrund langer Genehmigungsverfahren kaum möglich; eine Erweiterung durch kleinteilige Photovoltaik-Anlagen auf Dächern wird als Option genannt. Die Stabstelle Klima und Nachhaltigkeit sieht zudem Potenziale bei der Nutzung von Gewerbedächern sowie in der interkommunalen Zusammenarbeit. Im Bereich der Wärmeversorgung werden langfristig die Entwicklung von Fernwärmenetzen, Geothermie und Wasserstoff als zentrale Ansätze angeführt, während Technologien wie Abwärme oder Solarthermie den Wärmebedarf laut Einschätzung der Stadtwerke nur begrenzt decken könnten.
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