Grillen in öffentlichen Park- und Grünanlagen im Bochumer Stadtgebiet: Ausweisung von Flächen, auf denen das Grillen künftig untersagt werden soll, sowie Festlegung geeigneter Maßnahmen zur Verbesserung der Situation in besonders frequentierten bzw. belasteten Anlagen durch die Bezirksvertretungen.
✦ Zusammenfassung
Gescheitertes Grillkonzept führt zu dezentraler Lösung
Das ursprünglich vom Ausschuss für Umwelt, Nachhaltigkeit und Ordnung (AUNO) im Dezember 2024 beauftragte gesamtstädtische Grillkonzept ist an heterogenen Rückmeldungen der Bezirksvertretungen gescheitert. Die Verwaltung hatte im April 2025 alle Bezirke um Mitarbeit gebeten, konnte jedoch keine einheitliche Vorgehensweise ableiten. Zwei Bezirksvertretungen gaben überhaupt keine Rückmeldung ab.
Zunehmende Konflikte durch Grillaktivitäten
Das Grillen in öffentlichen Anlagen führt nach Angaben der Verwaltung zu steigenden Belästigungen von Anwohnern und anderen Parkbesuchern durch Lärm, Rauch und Müll. Verschmutzte Grünflächen und eine deutliche Zusatzbelastung bei der Reinigung verstärken die Problematik. Mehrere Eingaben nach § 24 GO NRW fordern bereits ein Verbot des Grillens in Park- und Grünanlagen.
Entscheidungsvorlage mit offenen Feldern
Die Beschlussvorlage sieht zwei Optionen vor: Die Bezirksvertretung Nord kann zum einen öffentliche Park- und Grünanlagen benennen, die mit einem lokalen Grillverbot belegt werden sollen. Diese müssten dann in die Bochumer Sicherheits- und Ordnungsverordnung (BoSVo) aufgenommen werden.
Zum anderen kann sie für bestimmte Anlagen zusätzliche Ausstattungen wie Abfallbehälter oder Absperrungen beschließen. Die erforderlichen finanziellen Mittel müsste die Bezirksvertretung aus eigenen Mitteln bereitstellen.
Finanzielle Folgen zu beachten
Die Verwaltung weist darauf hin, dass sowohl die Anschaffung zusätzlicher Ausstattungsgegenstände als auch deren Unterhaltung - insbesondere die Leerung von Abfallbehältern - laufende Kosten verursachen. Diese müssen aus bezirklichen Mitteln finanziert werden.
Dokumente
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Beratungsfolge
- 03.03.2026Einstimmig gegen Beschlussvorschlag bei acht Enthaltungen
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