Gedenkstele Zeche Gibraltar
✦ KI-Zusammenfassung
Die Bezirksvertretung Bochum-Süd plant die Errichtung einer Gedenkstele auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Gibraltar. Ziel der Maßnahme ist es, auf die historische Bedeutung des Ortes als Folterstätte der SA aufmerksam zu machen. Die Entscheidung über den vorliegenden Beschlussvorschlag steht für die Sitzung der Bezirksvertretung Süd am 20. September 2022 an.
Hintergrund ist eine Anregung des Ausschusses für Kultur und Tourismus aus dem März 2022, die Geschichte des Geländes deutlicher hervorzuheben. Seit dem Frühjahr 1933 wurde das Areal von der SA genutzt, um politische Gegner wie Sozialdemokraten, Kommunisten und Gewerkschafter ohne ordentliches Gerichtsverfahren festzuhalten. Etwa 250 Personen wurden dort inhaftiert, zur Zwangsarbeit verpflichtet und misshandelt. Ergänzend zu einer bereits seit 1983 bestehenden Gedenktafel soll die neue Informationstafel sachliche Details zur Zeit der NS-Gewaltherrschaft vermitteln.
Das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte hat hierfür einen Textentwurf erarbeitet. Die Stele soll mit einem QR-Code ausgestattet werden, der den Zugang zu weiterführenden digitalen Informationen des Archivs ermöglicht. Als Standort ist eine Platzierung in unmittelbarer Nähe zur bestehenden Gedenktafel vorgesehen. Die Kosten für die Erstellung und Montage der Stele belaufen sich auf etwa 2.000 Euro und sollen aus den Mitteln des Bezirks Bochum-Süd finanziert werden.
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Dokumente
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Beratungsfolge
- 20.09.2022Einstimmig nach Beschlussvorschlag gemäß Vorlage 20222302
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