Strom- und Gassperren bei den Stadtwerken Bochum
✦ KI-Zusammenfassung
Die Stadtwerke Bochum haben auf eine Anfrage der Fraktion DIE LINKE zu Strom- und Gassperren im Jahr 2021 reagiert. Im Berichtszeitraum wurden 14.429 Inkasso- und Sperrandkündigungen versendet, was einem Anteil von 4,84 Prozent aller Gas- und Stromverträge entspricht. Bei den Stromzählern kam es aufgrund von Zahlungsverzug zu 4.057 Sperrungen (1,79 Prozent der Tarifkunden), während bei den Gaszählern 16 Ausbauungen infolge von Zahlungsrückständen verzeichnet wurden (0,02 Prozent).
Die Kosten für eine Zählersperrung belaufen sich auf 30 Euro, während die Wiederinbetriebnahme mit 35,70 Euro berechnet wird. Die gesamte Liste der Inkasso- und Sperrvorgänge umfasste im Jahr 2021 insgesamt 23.990 Einzelvorgänge mit einem Gesamtvolumen von über 10 Millionen Euro. Dies entspricht einer durchschnittlichen Forderungshöhe von etwa 416,84 Euro pro Vorgang. Über die soziale Zusammensetzung der betroffenen Haushalte liegen den Stadtwerken keine spezifischen Daten vor.
Die Versorgung wird grundsätzlich erst nach vollständiger Begleichung der Rückstände oder einer Zahlungsvereinbarung wiederhergestellt. In etwa 60 Prozent der Fälle erfolgt die Entsperrung am selben Tag, weitere 28 Prozent innerhalb der folgenden fünf Tage. Zur Vermeidung von Zahlungsproblemen beteiligen sich die Stadtwerke Bochum an dem Modellprojekt „NRW bekämpft Energiearmut“ gemeinsam mit der Verbraucherzentrale. Zudem besteht seit 2005 eine Vereinbarung mit den Jobcentern zur frühzeitigen Regelung von Energiekostenzahlungen.
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