Verwaltung weicht konkreten Amortisationsfragen zum Ruhrstadion aus
Beitrag vom 27. April 2026
Archivierter Redaktionsbeitrag aus dem Ratskompass (wird abgewickelt). Dieser Beitrag bezieht sich auf keine einzelne Ratsvorlage — aktuelle Vorlagen und Sitzungen findest du über die Suche.
Verwaltung weicht konkreten Amortisationsfragen zum Ruhrstadion aus
Die Stadt beantwortet eine Anfrage der Ratsgruppe Stadtgestalter/Volt zur Wirtschaftlichkeit der Stadion-Investitionen nur vage und verweist auf bereits vorliegende Unterlagen. Konkrete Amortisationszeiten für verschiedene Liga-Szenarien werden nicht genannt.
BeratungsfolgeDatumGremiumErgebnis05.02.2026RatDie Anfrage wird schriftlich beantwortet.07.05.2026Ratnoch nicht beraten Die Stadt beantwortet eine Anfrage der Ratsgruppe Stadtgestalter/Volt zur Wirtschaftlichkeit der Stadion-Investitionen nur vage und verweist auf bereits vorliegende Unterlagen. Konkrete Amortisationszeiten für verschiedene Liga-Szenarien werden nicht genannt. Die Verwaltung hat auf eine detaillierte Anfrage zur Amortisation der öffentlichen Investitionen in das Ruhrstadion geantwortet, ohne konkrete Zahlen zur Wirtschaftlichkeit zu nennen. Die Ratsgruppe Stadtgestalter/Volt hatte kritische Fragen zur finanziellen Nachhaltigkeit der Investitionen gestellt. Zentrale Kritikpunkte der Anfrage Die Anfragenden hatten grundsätzliche Bedenken zur Finanzierung geäußert. Investitionen in die Infrastruktur von Profifußballvereinen stellten keine Beiträge zur kommunalen Daseinsversorgung dar, weshalb eine Amortisation aus dem Netto-Cashflow besonders wichtig sei. Als Risikofaktoren nannte die Ratsgruppe: Die lange und unsichere Amortisationsdauer bei schwer prognostizierbaren Marktbedingungen Die Gefahr neuer Sanierungsmaßnahmen vor Amortisation der aktuellen Investitionen Mögliche weitere Abstiege des VfL Bochum mit entsprechenden Einnahmeausfällen Ratskompass-NewsletterNeue Ratsentscheidungen direkt ins Postfach. Kostenlos, werbefrei, jederzeit abbestellbar.Jetzt abonnieren Vage Antworten zu konkreten Zahlen Die Verwaltung beantwortete die sechs gestellten Fragen überwiegend durch Verweise auf bestehende Vorlagen. Zu den konkreten Amortisationszeiten im Planfall verwies sie auf nichtöffentliche und öffentliche Unterlagen zum Pachtvertrag und Wirtschaftsplan. Bei den finanziellen Auswirkungen verschiedener Liga-Szenarien erklärte die Verwaltung lediglich, dass die Miethöhe in Abhängigkeit von der Ligazugehörigkeit vertraglich geregelt sei. Für einen Abstieg in die dritte Liga stellte sie klar fest: „Bei einer Ligazugehörigkeit in der dritten Liga ist eine Amortisation der Baukosten durch die Pachteinnahmen nicht gegeben.“ Wahrscheinlichkeitsberechnung liegt vor Immerhin bestätigte die Verwaltung, dass verschiedene Szenarien in die Erfolgsplanung eingeflossen sind. Es existiere eine Wahrscheinlichkeitsberechnung zur künftigen Ligazugehörigkeit des VfL Bochum aus Ende 2023, die von beauftragten Beratern erstellt wurde. Zum aktuellen Wirtschaftsjahr 2025 berichtete die Verwaltung von einem „ausgeglichenen beziehungsweise leicht positiven Ergebnis“ mit „insgesamt positiver Entwicklungstendenz“. Der beschlossene Wirtschaftsplan werde eingehalten. Keine Gewissheiten für Zukunftsprognosen Bezüglich der Annahmen zum erwarteten Aufstieg des VfL Bochum 2028 verwies die Verwaltung erneut auf den beschlossenen Wirtschaftsplan. Belastbare Gewissheiten über zukünftige Entwicklungen könnten der Sportstättenbesitzgesellschaft „naturgemäß“ nicht vorliegen. UnterlagenAnfrage (20260363)Amortisation der Investitionskosten in das Ruhrstadion – Szenarien für die Erfolgsplanung der Sportstättenbesitzgesellschaft (PDF)Vorgang im RatsinformationssystemAntwort der Verwaltung (20260820)Amortisation der Investitionskosten in das Ruhrstadion (PDF)Vorgang im Ratsinformationssystem